Wie bin ich zu dem Bild gekommen? – die Ästhetik der Alten Meister für aussdrucksstarke Künstlerportraits
Als Fotograf in Wien mit Spezialisierung auf ausdrucksstarke Künstlerportraits und narrative Bildwelten wurde ich beauftragt, eine Serie von Charakterporträts und Headshots des österreichischen Schriftsteller Andreas Hruby zu entwickeln. Ziel war es nicht, bloß eine visuelle Ähnlichkeit festzuhalten, sondern eine Bildsprache zu erschaffen, die die psychologische Tiefe, den satirischen Unterton und die kulturelle Spannung seiner Texte sichtbar macht.
1. Der Ausgangspunkt: Wien als psychologischer Raum
Hrubys Sprache trägt eine spezifisch Wiener Signatur:
eine Form von Weltschmerz, der sich nie offen zeigt, sondern sich hinter schneidender Ironie und beiläufiger Derision verbirgt.
Diese Spannung – zwischen existenzieller Schwere und spielerischer Grausamkeit – wurde zum konzeptionellen Kern der Inszenierung.
Eine Figur, die gleichzeitig predigt und persifliert.
Ein Prophet, dem man nicht trauen sollte.
2. Visuelle Konstruktion: Macht, Licht, Ironie
Meine Arbeit beginnt stets mit kultureller Dekonstruktion:
Welche Bilder tragen Autorität?
Welche Gesten erzeugen Bedeutung?
Und ab welchem Punkt kippt Ehrfurcht in Absurdität?
Für diese Serie griff ich auf Bildstrategien der europäischen Kunstgeschichte zurück – insbesondere auf die visuelle Rhetorik der italienischen Meister:
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Chiaroscuro als Mittel der Hierarchisierung
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Licht als Träger von Bedeutung, nicht nur als Beleuchtung
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Drapierte Hintergründe als visuelles Machtinstrument
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Pose als rhetorische Geste
Diese Elemente bilden die Grundlage meiner inszenierten Porträtfotografie in Wien, die sich bewusst zwischen klassischer Malerei und zeitgenössischem Editorial bewegt.
3. Bruch als Methode: Subversion innerhalb der Ästhetik
Doch Autorität interessiert mich nur als Ausgangspunkt – nicht als Ziel.
Innerhalb dieser bewusst konstruierten Bildsprache setze ich gezielte Störungen:
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banale oder absurde Requisiten
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popkulturelle Fragmente
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narrative Widersprüche
Ein „Prophet“, dessen heilige Schriften in einem alten Aktenkoffer griffbereit sind.
Ein Wanderprediger, der Ihnen überteuerten Unsinn verkauft.
In diesen absurden Kontrasten entsteht das eigentliche Bild:
nicht als Illustration, sondern als Bedeutungsträger.
4. Narrative Porträtfotografie als Positionierung
Diese Arbeit steht exemplarisch für meinen Ansatz als kommerzieller Fotograf in Wien für Marken, Künstler und kulturelle Institutionen, die mehr suchen als reine Sichtbarkeit.
Ich entwickle visuelle Konzepte, die:
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kulturelle Referenzen aktivieren
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archetypische Bildmuster nutzen
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und diese gleichzeitig unterlaufen
Das Ergebnis sind Charkterporträts und Headshots mit erzählerischer Tiefe, die nicht nur zeigen, sondern einordnen, überhöhen und irritieren.
5. Für wen diese Art von Bildsprache funktioniert
Diese Form der inszenierten Porträtfotografie in Wien richtet sich an kreative Persönlichkeiten und Marken, die sich nicht über Austauschbarkeit definieren:
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Autor:innen und Künstler:innen mit klarer Stimme
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Fashion- und Lifestyle-Brands im gehobenen Segment
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kulturelle Institutionen mit kuratorischem Anspruch
6. Zusammenarbeit
Wenn Sie nicht einfach fotografiert werden möchten, sondern als visuelle Idee inszeniert werden wollen,
wenn Ihr Auftritt mehr sein soll als Präsenz – nämlich Haltung, dann freue ich mich über Ihre Anfrage.
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Meine große Leidenschaft: die Fotografie




