&noscript=1"/>

Wie bin ich zu dem Bild gekommen? – die Ästhetik der Alten Meister für aussdrucksstarke Künstlerportraits

17. März 2024
Ausdrucksstarke Künstlerportraits in Wien: Editorial Fotografie mit dramatischer Lichtsetzung, inszenierte Figur und surrealer Hase als erzählerisches Element

Als Foto­graf in Wien mit Spe­zia­li­sie­rung auf aus­drucks­star­ke Künst­ler­por­traits und nar­ra­ti­ve Bild­wel­ten wur­de ich beauf­tragt, eine Serie von Cha­rak­t­er­por­träts und Headshots des öster­rei­chi­schen Schrift­stel­ler Andre­as Hru­by zu ent­wi­ckeln. Ziel war es nicht, bloß eine visu­el­le Ähn­lich­keit fest­zu­hal­ten, son­dern eine Bild­spra­che zu erschaf­fen, die die psy­cho­lo­gi­sche Tie­fe, den sati­ri­schen Unter­ton und die kul­tu­rel­le Span­nung sei­ner Tex­te sicht­bar macht.

1. Der Ausgangspunkt: Wien als psychologischer Raum

Hru­bys Spra­che trägt eine spe­zi­fisch Wie­ner Signa­tur:
eine Form von Welt­schmerz, der sich nie offen zeigt, son­dern sich hin­ter schnei­den­der Iro­nie und bei­läu­fi­ger Deri­si­on verbirgt.

Die­se Span­nung – zwi­schen exis­ten­zi­el­ler Schwe­re und spie­le­ri­scher Grau­sam­keit – wur­de zum kon­zep­tio­nel­len Kern der Inszenierung.

Eine Figur, die gleich­zei­tig pre­digt und per­si­fliert.
Ein Pro­phet, dem man nicht trau­en sollte.

2. Visuelle Konstruktion: Macht, Licht, Ironie

Mei­ne Arbeit beginnt stets mit kul­tu­rel­ler Dekon­struk­ti­on:
Wel­che Bil­der tra­gen Auto­ri­tät?
Wel­che Ges­ten erzeu­gen Bedeu­tung?
Und ab wel­chem Punkt kippt Ehr­furcht in Absurdität?

Für die­se Serie griff ich auf Bild­stra­te­gien der euro­päi­schen Kunst­ge­schich­te zurück – ins­be­son­de­re auf die visu­el­le Rhe­to­rik der ita­lie­ni­schen Meister:

  • Chia­ros­cu­ro als Mit­tel der Hierarchisierung

  • Licht als Trä­ger von Bedeu­tung, nicht nur als Beleuchtung

  • Dra­pier­te Hin­ter­grün­de als visu­el­les Machtinstrument

  • Pose als rhe­to­ri­sche Geste

Die­se Ele­men­te bil­den die Grund­la­ge mei­ner insze­nier­ten Por­trät­fo­to­gra­fie in Wien, die sich bewusst zwi­schen klas­si­scher Male­rei und zeit­ge­nös­si­schem Edi­to­ri­al bewegt.

3. Bruch als Methode: Subversion innerhalb der Ästhetik

Doch Auto­ri­tät inter­es­siert mich nur als Aus­gangs­punkt – nicht als Ziel.

Inner­halb die­ser bewusst kon­stru­ier­ten Bild­spra­che set­ze ich geziel­te Störungen:

  • bana­le oder absur­de Requisiten

  • pop­kul­tu­rel­le Fragmente

  • nar­ra­ti­ve Widersprüche

Ein „Pro­phet“, des­sen hei­li­ge Schrif­ten in einem alten Akten­kof­fer griff­be­reit sind.
Ein Wan­der­pre­di­ger, der Ihnen über­teu­er­ten Unsinn verkauft.

In die­sen absur­den Kon­tras­ten ent­steht das eigent­li­che Bild:
nicht als Illus­tra­ti­on, son­dern als Bedeutungsträger.

4. Narrative Porträtfotografie als Positionierung

Die­se Arbeit steht exem­pla­risch für mei­nen Ansatz als kom­mer­zi­el­ler Foto­graf in Wien für Mar­ken, Künst­ler und kul­tu­rel­le Insti­tu­tio­nen, die mehr suchen als rei­ne Sichtbarkeit.

Ich ent­wick­le visu­el­le Kon­zep­te, die:

  • kul­tu­rel­le Refe­ren­zen aktivieren

  • arche­ty­pi­sche Bild­mus­ter nutzen

  • und die­se gleich­zei­tig unterlaufen

Das Ergeb­nis sind Chark­t­erporträts und Headshots mit erzäh­le­ri­scher Tie­fe, die nicht nur zei­gen, son­dern ein­ord­nen, über­hö­hen und irritieren.

5. Für wen diese Art von Bildsprache funktioniert

Die­se Form der insze­nier­ten Por­trät­fo­to­gra­fie in Wien rich­tet sich an krea­ti­ve Per­sön­lich­kei­ten und Mar­ken, die sich nicht über Aus­tausch­bar­keit definieren:

  • Autor:innen und Künstler:innen mit kla­rer Stimme

  • Fashion- und Life­style-Brands im geho­be­nen Segment

  • kul­tu­rel­le Insti­tu­tio­nen mit kura­to­ri­schem Anspruch

6. Zusammenarbeit

Wenn Sie nicht ein­fach foto­gra­fiert wer­den möch­ten, son­dern als visu­el­le Idee insze­niert wer­den wol­len,
wenn Ihr Auf­tritt mehr sein soll als Prä­senz – näm­lich Hal­tung, dann freue ich mich über Ihre Anfra­ge.

Total: